Meine ersten Erfahrungen mit mentalem Training

Mein Eindruck ist, dass Themen wie mentale Gesundheit, Achtsamkeit und Work-Life-Balance heute überall auftauchen. Yoga hier, Yoga da, Superfoods, vegane Alternativen, Bio-Produkte – die Liste ist lang. In meinem Umfeld gab es lange Zeit nur wenige positive Einstellungen zu diesen Themen. Da man sich oft an sein Umfeld anpasst und selten aus dieser Denkweise ausbricht, war auch ich anfangs nicht wirklich offen dafür. Warum sollte die Bratwurst, die ich seit meiner Kindheit esse, plötzlich nicht mehr gut für mich sein? Und wer mehr als einen Kilometer am Stück zu Fuß geht, muss doch irgendwie verrückt sein. Wir haben in Deutschland schließlich alle einen Führerschein und ein Auto. Heute weiß ich jedoch, wie wichtig die oben genannten Themen sind, und ich erkläre dir gerne, warum.

Als ich mir eine Mentaltrainerin suchte, war ich sehr verzweifelt und nahm mir vor, jeden Ratschlag von Menschen anzunehmen, die auf mich einen glücklichen Eindruck machten. Beim zweiten Treffen saßen meine Mentaltrainerin und ich in ihrem Wohnzimmer, und ich bekam meine „Hausaufgaben“. Ich sollte morgens dreimal tief durchatmen, ein paar vorgegebene Textzeilen (sogenannte Affirmationen, die ich dir in folgendem Blog-Beitrag näher bringe: Affirmationen ) lesen, nochmal dreimal tief durchatmen und dann den Rest des Tages in jeder Situation, in der ich Unbehagen verspürte, den Satz „Es ist okay“ sagen. Puuuuh, was sollte das bitte bringen? Aber hey, ich wollte den Rat annehmen, also versuchte ich es einfach.

Wenn ich morgens aufwachte, setzte ich mich auf die Bettkante, nahm den Zettel mit meinen Affirmationen, atmete dreimal tief durch – und los ging’s. Anfangs kam ich mir wirklich blöd vor, aber irgendwie passierte etwas in mir. Ich hatte das Gefühl, dass es richtig für mich war und mir gut tat. Wenn mich jemand fragte, wie es mir ging und ich mich nicht besonders gut fühlte, antwortete ich mit „Es ist okay“. Und wenn auf der Arbeit ein Kompromiss gefunden wurde, sagte ich: „Das ist so okay für mich.“ Das war ja auch alles okay für mich, denn ich habe ein sehr freundliches und kollegiales Arbeitsumfeld – nur früher fühlte sich das für mich anders an. Jetzt ging es mir schon morgens besser als früher, und tagsüber fühlte ich mich auch in schwierigen Situationen besser als vorher.

Was hatte sich plötzlich verändert? Um mich herum war doch alles beim Alten. Mein Tag begann zur gleichen Uhrzeit wie früher, und ich hatte immer noch denselben Job mit denselben Kollegen. Ich hatte lediglich meine Morgenroutine und einige meiner Gedanken geändert.

Durch diese Methode habe ich gelernt, meine Nervenbahnen neu zu vernetzen und damit die Neuroplastizität gezielt zu nutzen (mehr dazu demnächst in einem eigenen Blogbeitrag). Doch damit nicht genug: Man sagt, dass sich negative Erlebnisse sechsmal stärker einprägen als positive. Das bedeutet, wir müssen sechsmal so viele schöne Momente erleben, um eine schlechte Erinnerung auszugleichen. Und während wir die negativen Ereignisse des Lebens oft nicht verhindern können, habe ich etwas Entscheidendes gelernt: Wir können bewusst positive Momente erschaffen – allein durch die Kraft unserer Gedanken.

Mit diesem Blogbeitrag habe ich mein Rezept für ein besseres Wohlbefinden mit dir geteilt. Bringe aktiv positive Momente in dein Leben! Es gibt viele Wege, mehr Positives in den Alltag zu integrieren – und ich werde dir in meinen kommenden Beiträgen noch weitere davon verraten. Bleib neugierig, pass gut auf dich auf und gönn dir zwischendurch einen tiefen Atemzug. Alles ist okay! 😉

Deine Corinna

Antwort

  1. Avatar von Julia

    schöner Beitrag, danke dafür!

    Like

Hinterlasse einen Kommentar