Dankbarkeit


Hallo ihr Lieben,

in einer meiner letzten Instagram-Stories habe ich gefragt, ob das tägliche Zitat zurückkommen soll. Als ich mit Instagram begonnen habe, um meinen Blog bekannter zu machen, habe ich täglich ein Zitat zu den Themen Wohlbefinden, Glück und Liebe veröffentlicht. Als mein Körper mir ein Zeichen gab, dass ich etwas ruhiger werden sollte, habe ich aufgehört, diese Beiträge aufwändig zu recherchieren, aufzubereiten und zu posten. Somit hatte ich mir durch eine Kleinigkeit ein tägliches To-do gestrichen.

Nun geht es mir gesundheitlich besser und ich habe wieder mehr Energie. So fragte ich meine Follower, ob sie möchten, dass das tägliche Zitat wieder auflebt. Ich gab auch zur Auswahl, dass ich statt des Zitats jeden Tag eine Sache, für die ich dankbar bin, in meiner Instagram-Story posten soll. Diese Auswahl gewann mit Abstand und so poste ich nun seit zwei Tagen Dinge, für die ich dankbar bin. Mir kommt diese Auswahl sehr entgegen, denn so vergesse ich auch nicht mehr, täglich Dankbarkeit zu praktizieren.

Doch was macht Dankbarkeit eigentlich aus?

Es gibt eine sogenannte hedonistische Tretmühle, ein Phänomen, das dafür sorgt, dass wir uns an Gutes gewöhnen und es als selbstverständlich ansehen. Unser Gehirn neigt eher dazu, den negativen Dingen Beachtung zu schenken und ihnen mehr Raum zu geben. Hier kann man aktiv gegensteuern.

Als ich damals begann, mit dem 6-Minuten-Tagebuch zu arbeiten, fiel es mir manchmal wirklich schwer, drei Dinge zu finden, für die ich dankbar bin. Ich wollte ja auch nicht jeden Tag das Gleiche schreiben. Obwohl mir innerlich bewusst war, dass ich im Vergleich zu vielen anderen Menschen auf der Welt in purem Luxus lebe, brauchte ich manchmal einen Anschubser, damit mir etwas einfiel.

Heute ist mir bewusst, was für ein Privileg es ist, in Deutschland zu leben. Hier wird über lange Wartezeiten bei Ärzten gejammert, aber ich möchte dankbar dafür sein, dass wir Ärzte haben. Dafür, dass diese Ärzte moderne Technik einsetzen können, um mir zu helfen. Dankbar dafür, dass geforscht wurde, damit mein Arzt eine Diagnose stellen kann. Dankbar dafür, dass wir Medikamente und medizinische Hilfsmittel zur Verfügung haben. Dankbar dafür, dass wir Hygienevorschriften haben. Dankbar dafür, dass wir ein Wartezimmer mit Stühlen haben … und was nicht noch alles.

Ich möchte kein Moralapostel sein, sondern dies einfach mal so stehen lassen. Ich denke, die Wirkung kommt von allein. 😉

Ein Thema – und mir fallen hundert Dinge ein, die nicht für jeden Menschen selbstverständlich sind. Hat mein Gehirn gerade noch gute Chancen, etwas schlecht zu finden? Eher nicht!

Ich ermutige euch gerne, selbst tätig zu werden und Dinge aufzuschreiben, für die ihr dankbar seid. Ihr dürft aber auch sehr gerne meine Stories als Inspiration nehmen und in diesem Moment schauen, ob auch ihr für diese Sache dankbar seid.

Ich bin dankbar für jeden, der bis hierhin gelesen hat!

Vielleicht denkt ihr an meine Zeilen, wenn ihr mal alles doof findet.
Genießt das Leben und seid dankbar!

Mit Liebe und heute einer extra Portion Dankbarkeit!

Eure Corinna

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